Sehenswürdigkeiten in Paris
Eine der Sehenswürdigkeiten in Paris ist ein Friedhof, beziehungsweise der berühmteste Friedhof der Welt, "Père Lachaise", Rue du Repos. Benannt nach dem Jesuiten François d'Aix de Lachaise, Beichtvater Ludwigs XIV., ist der Friedhof die letzte Ruhestätte zahlreicher Berühmtheiten. Unter anderem die letzte Ruhe gefunden haben dort der armenische Nationalheld Ozanian Antranik, die Schriftsteller Honoré de Balzac, Henri Barbusse, Ludwig Börne, die legendäre Schauspielerin Sarah Bernhardt, Opernsängerin Maria Callas, Tänzerin Isodora Duncan, Maler wie Max Ernst und Eugène Delacroix, Edith Piaf, Frédéric Chopin und Oscar Wilde. Von Ruhestätte kann keine Rede sein beim Grab von Jim Morrisson. Abertausende pilgern alljährlich zum Grab des Sängers der "Doors".
Deutsche Touristen findet man manchmal mit Priemeln bewaffnet über den Friedhof von Montmartre, Avenue Rachel, irren. Das liegt darin begründet, dass dort Heinrich Heine seine letzte Ruhestätte fand. Der Dichter hatte sich in seinem Testament ausdrücklich gegen die Prominentenruhestätte Père Lachaise entschieden, aber in schlechter Gesellschaft befindet er sich dennoch nicht. Wer über den Friedhof schlendert, nachdem er Heine seine Aufwartung gemacht hat, kann dort noch Berühmtheiten wie Stendhal, Jacques Offenbach, Berlioz oder Alexandre Dumas, dem Autor der "Drei Musketiere" begegnen.
Der Bois du Boulogne ist eine Sehenswürdigkeit, die man schlecht auf einmal überblicken kann, dafür ist er schlicht zu groß. Die Pariser sind auf ihren Bois du Boulogne so stolz wie die New Yorker auf ihren Central Park oder die Münchner auf ihren Englischen Garten. Das Vorbild für den Bois du Boulogne findet sich aber in London. Louis Bonaparte, der zwischenzeitlich in London im Exil gelebt hatte, war sehr vom Hyde Park beeindruckt gewesen. Auf dem Gelände des Bois du Boulogne finden sich zahlreiche Pavillons, Chalets, Restaurants und Seen mit künstlichen Wasserfällen, die den Park zum beliebten Naherholungszentrum für Pariser machen. Auf dem Gelände des Bois du Boulogne befindet sich auch die berühmte Pferderennbahn Longchamps. An jedem ersten Sonntag im Oktober findet dort der "Prix de l'Arc de Triomphe" statt, das bedeutendste Pferderennen in Kontinentaleruropa.
Eigentlich sollte der Place de la Concorde die Herrschaft Ludwig XV. verherrlichen und zu einem weiteren Symbol des französischen Absolutismus werden. Tatsächlich wurde der Place de la Concorde zum Schauplatz des letzten Aktes in der Geschichte des Absolutismus. Dort, wo heute der 23 Meter hohe Obelisk von Luxor steht, befand sich im Jahr 1793 die Guillotine, mit der erst Ludwig XVI. und später seine Gattin, Marie Antoinette, unter dem Jubel der Menge enthauptet wurden. Der Obelisk selbst war ein Geschenk des ägyptischen Königs Muhammad Ali Pascha an Louis Philippe und wurde 1836 auf dem Place de la Concorde aufgestellt. Angefertigt wurde er im Auftrag von Ramses II. um 1300 v. Chr. und flankierte ursprünglich den Eingang zum Amun-Tempel von Luxor, wo sein Gegenstück noch heute steht.
Vom Place de la Concorde zweigt die Champs-Elysées, die bis zum Arc de Triomphe führt. Die Avenue de Champs-Elysées ist eine der Prachtstraßen der Welt, vergleichbar mit der 5th Avenue in New York oder dem Kurfürstendamm in Berlin. Auf einer Länge von knapp zwei Kilometern finden sich hier luxuriöse Boutiquen, edle Restaurants und das berühmte Cabaret "Le Lido".
30 Brücken überspannen die Seine auf dem Stadtgebiet von Paris, wobei die berühmteste Brücke, die Pont Neuf ist. Sie führt über die Westspitze der Ile de la Cité und es gehört zum festen Programmpunkt eines romantischen Ausflugs nach Paris sich unter ihr zu küssen. Abends, eingebettet in das neue Beleuchtungskonzept des Seineufers und seine Brücke, bietet sie einen fantastischen Anblick.
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